Österreichische Tiroler Alpen im goldenen Alpenglühen
Ein Feldführer durch Tirol · Nr. 01

Tirol, Österreich.

Eine alpine Selbstsicherheit: 573 Gipfel, 34 lebende Gletscher, ein Volk, geformt von Wetter und Stein. Dies ist der vollständige Feldführer — Berge, Kultur und die Rituale des Hinkommens.

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Innsbruck 574 m Nordkette 2.334 m Kitzbüheler Horn 1.996 m Großglockner 3.798 m Wilder Kaiser 2.344 m Zugspitze 2.962 m Ötztaler Ache Zillertaler Alpen Stubai Glacier Alpenhauptkamm Innsbruck 574 m Nordkette 2.334 m Kitzbüheler Horn 1.996 m Großglockner 3.798 m Wilder Kaiser 2.344 m Zugspitze 2.962 m Ötztaler Ache Zillertaler Alpen Stubai Glacier Alpenhauptkamm

In Tirol inszenieren sich die Berge nicht. Sie sind einfach da — vor dem Hotelfenster, über dem Marktplatz, am Rand jeder Talstraße — und plötzlich, ohne genau zu wissen wann, messen Sie Entfernung in gewonnenen Höhenmetern.

Es ist Österreichs westlichstes und theatralischstes Bundesland — ein hochschultriges Land aus Kalksteinkämmen, Gletscherflüssen und barocken Marktorten, eingezwängt zwischen den Nördlichen Kalkalpen und dem kristallinen Rückgrat der Hohen Tauern. Menschen leben hier seit vier Jahrtausenden; die Römer zogen durch, dann die Bayern, dann die Pilger, dann die ersten Engländer mit ihren Mahagoni-Skiern. Was sie alle bemerkten, werden auch Sie bemerken: Tirol behält seinen Maßstab.

§ 02 Der Atlas

Vier Regionen,
ein Land in Miniatur.

Innsbrucker Altstadt und Nordkettengebirge
Abb. 01 — Innsbruck
I 574 m · Inn Valley

Innsbruck, die Hauptstadt, die zu ihrem Gletscher spazieren geht.

Eine barocke Altstadt, eingebettet zwischen zwei Kalksteingraten. Fünfzehn Minuten vom Marktplatz entfernt fährt eine Seilbahn auf 2.300 m. Hier prallen Tirols städtisches Leben und seine Wildnis aufeinander — und aus diesem Grund beginnen hier die meisten Reisen.

Stadtführer lesen
II 762 m · Kitzbüheler Alpen

Kitzbühel, das mittelalterliche Dorf, das die Abfahrt erfand.

Eine kleine ummauerte Stadt, die scheinbar mühelos seit mehr als achtzig Jahren das gefürchtetste Abfahrtsrennen der Welt austrägt. Abseits der Streif ist Kitzbühel ruhiger als sein Ruf — bemalte Fassaden, alte Kirchen, lange Sommerweiden, auf denen Kuhglocken und Zirruswolken einander ablösen.

Feldnotizen lesen
Dorf Kitzbühel im Winter mit Holzchalets und Bergen
Abb. 02 — Kitzbühel
Ötztal mit Gletscherfluss und Alpengipfeln
Abb. 03 — Ötztal
III 1.370 m · Ötztaler Alpen

Ötztal, 65 km Gletscherfluss und Stille.

Ein langes Tal, sieben Dörfer und an seinem Ende ein Gletscher, der noch immer seinen eigenen Rückzug misst. Im Ötztal wird Tirol zum Labor: Ötzi der Eismann wurde hier 1991 gefunden. Es bleibt die wildeste Seite des Bundeslandes.

Expeditionsnotizen lesen
IV 630 m · Zillertaler Alpen

Zillertal, das Tal, das zu gleichen Teilen Sommer- wie Winterziel ist.

Ein breites, sonnendurchflutetes Tal, durchzogen von einer Schmalspurbahn und begrenzt von den Zillertaler Alpen. Im Sommer: Almen und Hüttenwanderungen. Im Winter: das höchstgelegene Skifahren in Tirol, auf dem Hintertuxer Gletscher, der nie schließt.

Talführer lesen
Zillertal im Sommer mit hölzernen Heustadeln und Alpengipfeln
Abb. 04 — Zillertal
§ 03 Der Feldführer

Zwei Jahreszeiten,
zwei verschiedene Länder.

Sommer · Mai – Oktober
Sommerwanderer auf hohem Alpenkamm in Tirol

Langes Licht, Wildblumen und der Hütten-zu-Hütten-Rhythmus.

  • Hüttenwanderungen 24.300 km
  • Almwanderungen 2.100 Hütten
  • Gletscherfluss-Rafting lI – V
  • Vertikale Kletterrouten +4.000
  • Mountainbike-Singletrails 6.200 km
Winter · November – April
Skifahrer auf unberührtem Alpenpulver in Tirol

Erste Gondel, kalte Sterne, 170 Jahre Winterhandwerk.

  • Kilometer Pisten 3.400 km
  • Skigebiete 87
  • Gletscherskifahren 365 Tage
  • Skitourenrouten +1.200
  • Langlaufloipen 4.000 km
§ 04 Höhenmarken

Drei Reiserouten,
gezeichnet entlang des Grats.

Route 01 3 Tage · leicht ↑ 1.820 m Höhengewinn

Die erste Ankunft.

Ein langes Wochenende für Ihr erstes Tirol: Innsbrucks barocke Altstadt, die Nordkettenbahn zur alpinen Grenze, ein Zug nach Seefeld und eine Hochplateauwanderung. Abends zurück in der Hauptstadt zu einem kuratierten Dinner. Ein Land auf einen Blick.

  1. TAG 01 Innsbrucker Altstadt & Hofburg
  2. TAG 02 Nordkettenkamm · 2.256 m
  3. TAG 03 Seefelder Plateau · Zugrückfahrt
Route 02 5 Tage · mittel ↑ 3.940 m Höhengewinn

Die Talüberquerung.

Von Innsbruck über das Inntal ins Zillertal, mit der Schmalspurbahn hinauf zum Hintertuxer Gletscher. Übernachtung in Mayrhofen, dann ein Wandertag auf dem Berliner Höhenweg, abschließend die gemächliche Rückfahrt über Kitzbühel.

  1. TAG 01 Ankunft in Innsbruck & Spaziergang am Inn
  2. TAG 02 Zillertalbahn · Mayrhofen
  3. TAG 03 Hintertuxer Gletscher · 3.250 m
  4. TAG 04 Berliner Höhenweg Abschnitt
  5. TAG 05 Kitzbühel Altstadt · Rückreise
Route 03 7 Tage · anspruchsvoll ↑ 6.700 m Höhengewinn

Der volle Kamm.

Eine komplette Durchquerung Tirols: von Innsbruck ins Ötztal zu einem Gletschermorgen, hinunter nach Sölden, über die Pässe zurück nach Kitzbühel, ein Tag auf dem Sommergras der Streif, dann eine abschließende Runde durch den Wilden Kaiser. Für Reisende, die Tirol in seiner ganzen Größe erleben wollen.

  1. TAG 01 Innsbruck · Akklimatisierung
  2. TAG 02 Stubaier Gletscher Übernachtung
  3. TAG 03 Ötztal · Basislager Sölden
  4. TAG 04 Wanderung durch die Ötztaler Ache Schlucht
  5. TAG 05 Transfer nach Kitzbühel
  6. TAG 06 Wilder Kaiser Rundweg
  7. TAG 07 Rückreise über Innsbruck
§ 05 Unterkunft

Wo schlafen
zwischen den Bergen.

Traditionelles Tiroler Chalet-Interieur mit Bergblick

Die handverlesene Liste

Sechsundvierzig Chalets, Hotels und Berghütten, ausgewählt nach Höhe und Architektur.

Von restaurierten Bauernhäusern über Kitzbühel bis zur letzten Hochgebirgshütte der Stubai-Durchquerung. Jede Unterkunft wird besucht, fotografiert und nach nur vier Kriterien bewertet: Aussicht, Zimmer, Tisch, Empfang.

Designhotels

18

Chalets

14

Alpenhütten

9

Urlaub am Bauernhof

5

Vollständige Liste ansehen
§ 06 Depesche

Fragen vor
der Reise.

F · 01

Wo genau liegt Tirol?

Im Westen Österreichs, angrenzend an Deutschland, Italien und die Schweiz. Die Hauptstadt Innsbruck ist zwei Stunden mit dem Zug von München und vier von Zürich entfernt — der schnellste Zugang von einem großen internationalen Flughafen.

F · 02

Wann ist die beste Reisezeit?

Ende Juni bis September zum Wandern; Dezember bis März für Schnee. Die Übergangszeiten (Mai und Oktober) sind ruhiger und oft am fotogensten, aber einige Seilbahnen schließen für Wartungsarbeiten.

F · 03

Brauche ich ein Auto?

Nein. Österreichs Bahnnetz ist ausgezeichnet und die Tiroler Regionalzüge erreichen jedes wichtige Tal. Die Inntalbahn durchzieht das gesamte Bundesland. Ein Auto ist nur für abgelegene Bauernhof-Unterkünfte oder das Reisen mit Winterausrüstung nützlich.

F · 04

Wie viele Tage sollte ich bleiben?

Ein langes Wochenende reicht, um Innsbruck und eine Seilbahn zu sehen; fünf Tage öffnen die Täler; sieben oder mehr geben Ihnen echte Bewegungsfreiheit zwischen den Regionen. Die meisten Reisenden unterschätzen die Distanzen — planen Sie weniger Ortswechsel, nicht mehr.

F · 05

Ist Tirol teuer?

In den Top-Resorts ungefähr auf Schweizer Niveau, fast überall sonst deutlich günstiger. Ein Abendessen in einer Berghütte kostet ein Viertel eines Kitzbüheler Chalets. Der Ratschlag des Führers: einfach wohnen, gut essen.

F · 06

Ist es familienfreundlich?

Außerordentlich. Die österreichische Alpenkultur ist auf Familien ausgerichtet: kurze Seilbahnfahrten, sanfte Weiden, saubere Seen und zugängliche Bauernhof-Unterkünfte. Viele Orte bieten gut ausgearbeitete Kinderprogramme und alpine Kindergärten.

F · 07

Was soll ich einpacken?

Im Sommer: solide Wanderschuhe, eine leichte Regenjacke, eine warme Schicht für die Höhe. Im Winter: Merino-Basisschichten, eine Hardshell-Jacke, vertrauenswürdige Handschuhe. Alles andere kann vor Ort gekauft oder geliehen werden.

F · 08

Wofür ist Tirol am bekanntesten?

Alpiner Sport, starke regionale Identität, eine barocke Hauptstadt inmitten einer Bergwand und eine der ältesten ununterbrochenen Skitraditionen der Welt. Es ist Österreichs konzentrierteste Version seiner selbst.

F · 09

Ist der Sommer wirklich gut?

Tirol ist im Sommer wohl besser — lange Tage, Alpenblumen, Badeseen bei 21 °C, offene Hütten und ein Viertel des Besucherandrangs. Das Bundesland richtet seine Identität leise um das Wandern neu aus.

Ende der Vorschau

Eine Reise planen
die in Höhenmetern gemessen wird.